Die Wahl der korrekten Anrede im Berufsleben ist ein heikles Thema, das viele von uns beschäftigt. Aus meiner Erfahrung ist es am wichtigsten, dieses Thema einheitlich zu behandeln, sowohl innerbetrieblich, als auch den Kunden gegenüber. Am schlimmsten ist es, wenn das Thema nicht durchgängig behandelt und vermischt wird. Dies habe ich auch schon bei großen Unternehmen erlebt, beispielsweise im Bewerbungsprozess. Das irritiert den Bewerber und wirkt in Summe unprofessionell.
Während das "Sie" lange Zeit als Norm galt, setzt sich in vielen Unternehmen das "Du" mehr und mehr durch. Dies ist besonders in Branchen und Unternehmen der Fall, die auf flache Hierarchien und agile Arbeitsmethoden setzen. Aber die Entwicklung verläuft nicht überall gleich schnell und die verschiedenen Erwartungen der Generationen können zu Verwirrungen führen. Doch was sind die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Anredeform?
Das Duzen kann die Kommunikation vereinfachen und die Zusammenarbeit fördern. Es signalisiert ein offenes und kollegiales Umfeld und kann die Teamdynamik positiv beeinflussen. Besonders in kreativen und innovativen Branchen ist das Duzen weit verbreitet, da es den Austausch und die Kollaboration erleichtern kann. Allerdings birgt es auch Risiken. Eine zu schnelle Vertraulichkeit kann unprofessionell wirken oder Grenzen überschreiten.
Ein weiterer Vorteil des Duzens ist, dass es Barrieren abbaut und das Gefühl der Zugehörigkeit stärkt. Doch Vorsicht: In traditionellen Branchen oder in hierarchisch geprägten Umgebungen kann das Duzen als respektlos empfunden werden. Hier ist Sensibilität gefragt, um die richtige Balance zu finden.
Das Siezen wahrt Distanz und Respekt. Es wirkt formell und professionell, was besonders im Umgang mit Kunden und Vorgesetzten wichtig sein kann. Durch das Siezen wird eine klare Grenze gezogen, die Missverständnissen vorbeugen kann. Allerdings kann das Siezen auch unnahbar oder sogar kühl wirken, vor allem für die jüngere Generation, die oft einen offenen und direkten Kommunikationsstil bevorzugt.
Ein weiterer Nachteil des Siezens ist, dass es die Kommunikation verlangsamen und die Atmosphäre im Team formeller gestalten kann. Hier gilt es, die Unternehmenskultur und die Präferenzen der Kollegen genau zu beobachten und entsprechend zu handeln.
Für die ältere Generation ist das "Sie" oft noch selbstverständlich und Ausdruck von Respekt und Höflichkeit. Das "Du" wird hier zögerlicher angeboten und nur nach expliziter Aufforderung verwendet. Die jüngere Generation geht hingegen oft unkomplizierter mit der Anrede um und bevorzugt häufig das "Du", um eine lockere und kollegiale Atmosphäre zu schaffen. Diese unterschiedlichen Erwartungen können zu Missverständnissen führen.
Wie sehen Sie das (oder wie siehst du das)? Lassen Sie es uns gerne in den Kommentaren wissen.
ÜBER DEN AUTOR
Wolfgang Schramme
Meine Leidenschaft für Online-Marketing entfachte sich vor Jahren und entwickelte sich zu einer spannenden Erfolgsgeschichte. Tag für Tag tauche ich tiefer in die digitale Welt ein, um wertvolles Wissen und praxiserprobte Erfahrungen mit der Community zu teilen. Zwischen der Entwicklung innovativer Marketing-Strategien und der Erkundung neuester Trends finde ich die wertvollste Inspiration oft im persönlichen Austausch - sei es bei einem entspannten Kaffee mit Branchenkollegen, mit Kunden oder in lebhaften Diskussionen im digitalen Netzwerk. Denn eines ist klar: Die besten Ideen entstehen oft im Dialog.